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Ansichtskarte: Verlag Karl Fickenscher, Leipzig, gel. 1923
Ansichtskarte: unbekannt
Kartenausschnitt ca. 1915

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Palmengarten

präsentiert von    

Gesellschafts- und Konzerthaus mit Palmengarten


Baujahr:         1886 - 1899

Architekt:       Schmidt und Johlige

Abgerissen:   10.01.1939

Das Gelände des Parks am Westufer der Elster-Pleißen-Aue war ursprünglich Bestandteil des Leipziger Auenwaldes. Nachdem im Jahr 1893 im Nordteil des späteren Parks anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Leipziger Gärtner-Vereins die Internationale Gartenbauausstellung stattfand, wurde ein Wettbewerb zur Schaffung eines Palmengartens nach Vorbild des Frankfurter Palmengartens ausgeschrieben. Der Wettbewerb wurde vom Frankfurter Gartentechniker Eduard May gewonnen. Der Lindenauer Gärtnereibesitzer Otto Moßdorf, der bereits das Gelände der Gartenbauausstellung gestaltet und im Wettbewerb den zweiten Platz belegt hatte, wurde anschließend mit der Umsetzung des Siegerentwurfs beauftragt. Zur Realisierung des Projekts wurde 1896 eine Aktiengesellschaft gegründet, die das Hauptgelände von der Stadt pachtete und den südöstlich gelegenen Ritterwerder – den späteren Klingerhain - kaufte. Er war zunächst als „vornehmste Erholungsstätte Leipzigs“ nur den „höheren Kreisen“ vorbehalten. Namensgebend für den Park und zugleich Besuchermagnet war das Gesellschafts- und Konzerthaus der Architekten Schmidt und Johlige. Dieses befand sich im nordöstlichen Teil des Parks. Südlich davon befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft das Palmenhaus, das auf einer Innenfläche von 1.280 m² Palmen und andere tropische Pflanzen beherbergte. Südöstlich des früheren Gebäudeensembles befindet sich ein 11.050 m² großer Teich. In seinem nördlichen Teil befindet sich eine Insel, die vom Hauptweg des Parks gequert wird. 1921 wurde das Gelände von der Stadt Leipzig übernommen. Aus finanziellen Gründen wurde der Palmengarten 1936 auf das Gebiet nördlich der Elster verkleinert. Dazu wurde die bis dahin an der Plagwitzer Straße bestehende Mauer abgebrochen und hinter der Klingerhainbrücke ein Kassenhäuschen errichtet. Damit war der Klingerhain frei zugänglich. Da im Jahr 1940 auf dem Gelände des Palmengartens die Gutenberg-Reichsausstellung stattfinden sollte, wurden das Gesellschafts- und Palmenhaus am 10. Januar 1939 gesprengt. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte schließlich die Durchführung der Ausstellung.



Quelle: Wikipedia


Ansichtskarte: Verlag Dr. Trenkler & Co., Leipzig, gel. 1906