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Konzerthaus mit Universitätsbibliothek

Ansichtskarte: Verlag L. Pernitzsch, Leipzig, gel. 1915
Konzertsaal

Ansichtskarte: D.T.V.
Kartenaussschnitt ca. 1915

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Neues Concerthaus

präsentiert von    

Gewandhaus

Bauzeit:                    1882-84
Architekt:                  Martin Gropius (11.8.1824 - 13.12.1880/Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius)
Zerstört:                    4.12.1943
Ruine abgerissen:   1968



Am 11. Dezember 1884 wurde im Musikviertel südwestlich der Altstadt (Grassistraße/Beethovenstraße) ein Neues Concerthaus eröffnet, das bezugnehmend auf das ursprüngliche Gewandhaus auch häufig als Neues Gewandhaus bezeichnet wurde. Das Gebäude wurde 1882–1884 nach Plänen von Martin Gropius durch Heino Schmieden erbaut; der Bau wurde durch einen Kredit aus dem Nachlass von Franz Dominic Grassi finanziert. Das Konzerthaus enthielt einen großen Saal mit 1700 Plätzen und einen Kammermusiksaal mit 650 Plätzen. Der Leitspruch des Orchesters fand am Giebel des Eingangsportales Platz. Den bauplastischen Schmuck schuf der Berliner Bildhauer Otto Lessing.

Im November 1936 vernichteten die Nationalsozialisten bei Nacht und Nebel das vor dem Konzerthaus stehende Mendelssohn-Denkmal des Bildhauers Werner Stein. 

Das Konzerthaus wurde am 3. und 4. Dezember 1943 sowie am 20. Februar 1944 durch Bomben schwer beschädigt. Zunächst war nach dem Krieg geplant, das Gebäude wieder aufzubauen. Letztlich wurde aber entschieden, die Reste des Gebäudes abzutragen und ein neues Gebäude an anderer Stelle zu errichten. Am 29. März 1968 wurde die Ruine des Konzerthauses abgerissen. Nach langen Jahren der Nutzung des Geländes als Parkplatz wurde 2002 an dieser Stelle das Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität Leipzig eröffnet.



Quelle: Wikipedia


Ansichtskarte: unbekannt