Galerie schließen
Ansichtskarte: Hancke's Foto-Atelier, Dresden, gel. 1932
Ansichtskarte: Verlag Stengel, Dresden, ca. 1930
Ansichtskarte: Verlag Stengel, Dresden, ca. 1930
Kartenausschnitt Verlag C.C. Meinhold & Söhne Dresden, 1:15000, ca. 1914

Hinweis

Bewegen Sie die Maus über das Bild, um sehen zu können, wie das Motiv aus dem selben Blickwinkel heute aussieht.

Kugelhaus

Auf dem Ausstellungsgelände Stübelallee
Im Vordergrund: Parkeisenbahn

Baujahr:       1928

Abgerissen: 1938

Architekten: Peter Birkenholz (30.7.1876 – Mai 1961)


Im Rahmen der „Jahresschau Deutscher Arbeit Dresden – Die Technische Stadt“ entstand der kugelförmige Stahlgerüstbau mit einem Durchmesser von 24 Metern. Das Gebäude auf dem Ausstellungsgelände im Großen Garten zwischen Ausstellungspalast und Herkulesallee beherbergte Ausstellungsräume sowie einen Gastronomiebetrieb und gilt als das erste Kugelhaus der Welt.

Der Kugelkörper war auf einem Kugelhals von 11,50 m Durchmesser und 4 m Höhe gelagert. Die Gesamthöhe des Gebäudes betrug 26,50 m, bei einer bebauten Fläche von nur 110 Quadratmetern maß der umbaute Raum 7600 Kubikmeter. Es gab sechs Ebenen und einen Personenaufzug. Im Gebäude konnte man durch eine kreisförmige, atriumartige Öffnung nach oben bzw. nach unten blicken. Nur die oberste Etage mit dem Restaurant hatte eine geschlossene Geschossfläche. Die Fensterfront des Restaurants ermöglichte einen guten Rundblick über das nahe Ausstellungsareal.

Die tragende Konstruktion des Gebäudes war in Stahlskelettbauweise errichtet worden. Die metallische Außenhaut bestand aus Aluminiumblech. Die Aufbauarbeiten übernahm die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (Zweigwerk Gustavsburg bei Mainz).

Von 1928 an diente es in mehreren Ausstellungen auf dem Städtischen Ausstellungsgelände als Präsentationsraum für zahlreiche Industriefirmen, meistens aus dem Bereich der Elektrotechnik und Energie. Die letzte nachweisbare Einbindung in ein Ausstellungskonzept geschah innerhalb der Reichsgartenschau von 1936. 

1938 wurde das von der nationalsozialistischen Presse als „entartete Technik“ angegriffene Gebäude abgerissen, auch, weil sich kein Käufer bzw. Betreiber fand.


Quelle: Wikipedia


Ansichtskarte: Verlag Stengel & Co., Dresden, 1930