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Blick vom Albertplatz Richtung Altstadt, Bildmitte: Kath. Pfarrkirche

Ansichtskarte: unbekannt, 1912
Albertplatz mit Katholischer Pfarrkirche (rechts)

Ansichtskarte: Verlag J. Bargoou Söhne Dresden, 1908
Detailplan von Dresden 1911, 1:5000, ©SLUB/Deutsche Fotothek

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Katholische Pfarrkirche

Kirche St. Franziskus Xaverius   Hauptstraße (teilweise heute: George-Gomondai-Platz)


Bauzeit:           1852 - 1852

Architekten:    Heinrich Hermann Bothen (1814 - 1878) und

                         Ludwig Theodor Choulant (1827 - 1900) 

Zerstört:         13.2.1945



Der Kirchenbau wurde nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Hermann Bothen und unter Leitung des Architekten Ludwig Theodor Choulanterrichtet. Die königliche Staatsregierung hatte die Fläche für den Bau der Kirche unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Baukosten werden mit 150.000 Mark beziffert. Bischof Ludwig Forwerk weihte d as Bauwerk am 8. Dezember 1855.

Die Kirche gab durch ihre beiden Türme zusammen mit der Dreikönigskirche eine dominante Wirkung auf das umliegende Stadtbild ab. Ihre Fassade erhielt eine an die Romanik angelehnte und lombardisch geprägte Fassung. Der Innenraum des Kirchenschiffes ist von altchristlicher und sizilianisch-normannisch Form- und Ornamentgebung bestimmt gewesen. Das gesamte Bauwerk war 35 Meter lang und 38 Meter breit (Front zur Hauptstraße).

Die einschiffige Kirche besaß zu beiden Seiten angebaute Räumlichkeiten, die der Pfarrverwaltung und der gemeindeeigenen Schule dienten. Diese Anbauten erzeugten eine prägnante Kubatur des Bauwerkes. Zwei hohe und viereckige Türme am Ostgiebel fassten die Chornische beidseitig ein. Das Hauptportal befand sich an der gegenüber liegenden, der Hauptstraße zugewandten Westseite. Die beiden Säulen am Portal waren aus Meißner Granit gefertigt, Kapitell und Basis bestanden aus weißem Parischen Marmor. Das Feld über der Eingangstür füllte ein Tympanon mit einem Bild der Mutter Gottes und ihrem Christuskind aus. Der Schöpfer dieses Gemäldes war der Dresdner Maler und Akademieprofessor Ludwig Kriebel (1823–1890). Auf der Spitze des Portalgiebels stand eine Christusfigur vom Bildhauer Ernst Hähnel.

Im Innenraum wiesen die Wand- und Deckenflächen eine umfangreiche ornamentale und figürliche Bemalung auf. Reichhaltigen Schmuck trugen die Kanzel sowie die Brüstungen des Orgelchores und der Oratorien. Die Kanzel flankierten vier Figuren der Evangelisten. Der Schalldeckel über der Kanzel trug die Figur des Apostels Paulus. Diese Figuren waren als Kopien nach älteren Plastiken des Peter Vischerdes Älteren angefertigt worden.

Der Alar aus weißem und dunkelgrünem Werkstein stand im um sechs Stufen erhöhten Presbyterium. Zu beiden Seiten des Altars lagen die Räume der Sakristei (links) und der Taufkapelle (rechts). Zu den Besonderheiten des Kirchenraumes zählte die reichhaltige Ausmalung an der Decke und den Wänden. Sie waren Entwürfe des Dresdner Malers und Akademieprofessors Julius Schnorr von Carolsfeld. An der Ausführung waren die Malschüler Zumpe, Sachse und Kirchbach beteiligt. Weitere Werke stammen von Karl Gottlob Schönherr (1824–1906).

Nach der Zerstörung ihrer Kirche an der Hauptstraße am 13./14. Februar 1945 bezog die Gemeinde St. Franziskus Xaverius im Mai des gleichen Jahres als neue Heimstatt den katholischen Teil der Garnisonkirche St. Martin in der Albertstadt. Das Grundstück blieb nach der Zerstörung der Kirche unbebaut.


Quelle: Wikipedia

Ansichtskarte: Verlag von Heinrich Trümper Dresden 1905