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Foto: Susanne Homann, Werkstätte für moderne Lichtbildkunst, Darmstadt, 1910 (Serie 36 Nr. 8)
Tor zur Schloßkapelle, links neben dem Johanneum

Das Außenportal, Goldenes Tor oder auch Schönes Tor genannt, wurde 1556 nach dem Vorbild römischer Triumphbögen errichtet. Der Entwurf stammte vermutlich von Giovanni Maria da Padua, die Ausführung wird Hans Kramer und die Bildhauerarbeiten von Hans Walther II zugeschrieben. Auf zwei Paar korinthischer Säulen, die auf Sockeln errichtet wurden, ruht ein mit einem Fries geschmückter Architrav. Darüber befindet sich eine Attika, die im Mittelfeld mit einem Relief verziert worden ist. Zu beiden Seiten des Reliefs in der Mitte befinden sich Nischenfiguren, die von flankierenden Pilastern geschmückt werden. Die Attika trägt eine Lateinische Inschrift: Verbum domini manet in aeternum (Gottes Wort bleibt in Ewigkeit). Drei Statuen stehen oberhalb der Attika, Christus in der Mitte flankiert von den Allegorien Glaube und Stärke.

Das Goldene Tor wurde 1737 an das Westportal der Sophienkirche angebaut, beim Umbau der Kirche 1864 jedoch entfernt. Im Jahr 1872 wurde es neben der Südfassade des Johanneums aufgebaut, wo es im Jahr 1945 beschädigt wurde. Im Jahr 2004 wurde das Portal, dessen Nachbildung sich heute am Eingang der Schlosskapelle im Großen Schlosshof befindet, abgebaut.


Quelle: Wikipedia

Foto: Bertha Zillessen, Bautzen, gel. 1916
Detailplan von Dresden 1911, 1:5000, ©SLUB/Deutsche Fotothek

Hinweis

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Dinglingerhaus


mit Türkenbrunnen und Tor zur Schloßkapelle (rechts)

Am Neumarkt, Galeriestrasse / Ecke Sporergasse


Bauzeit:     ca. 1711-1716
Architekt:  Matthäus Daniel Pöppelmann (3.5.1662 - 17.1.1736)
Zerstört:    13./14.2.1945


Bauherr des fünfachsigen Eckhauses war wohl Abraham Thäme, seinen Namen erhielt es aber als Wohnhaus von Georg Christoph Dinglinger (Bruder des berühmten Goldschmiedes Melchior Dinglinger) der es im Mai 1716 erwarb.
Das Haus mit streng symmetrischer Fassade verfügte über drei Vollgeschosse, ein Zwischengeschoß und ein Mansarddach. Das Erdgeschoss der Seite zum Jüdenhof war weitgehend ohne Schmuck gehalten. Es wurde dominiert durch das in der Mittelachse befindliche Portal, zu dessen beiden Seiten sich je zwei hochrechteckige gewändelose Fenster befanden, deren einziger Schmuck in einem den Segmentbogen krönenden großen Schlußstein bestand. Die Erdgeschossfassade zur Sporergasse war sehr ähnlich strukturiert, wenn auch ohne Portal, nur mit einem Eingang zu einem der insgesamt vier im Hause untergebrachten Ladengeschäfte. Über dem Erdgeschoss befand sich ein verkröpftes Gurtgesims.Das Erdgeschoss wurde durch die Toreinfahrt betreten. Die Treppe zu den Stockwerken befand sich in der Verlängerung des Eingangs, Seitentüren in der Einfahrt führten zu den Verkaufsräumen.

Das Dinglingerhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Ruine später abgebrochen. Geplant ist die Wiedererrichtung des Dinglingerhauses als Leitbau des Quartiers VII am Dresdner Neumarkt.



Quelle: Wikipedia

Foto Ansichtskarte: Bertha Zillessen, Bautzen, ca. 1916