Galerie schließen
Blick Richtung Rathaus mit Ministerhotel (links)

Ansichtskarte: Verlag Hermann Poy, Dresden, gel. 1917
Detailplan von Dresden 1911, 1:5000, ©SLUB/Deutsche Fotothek

Hinweis

Bewegen Sie die Maus über das Bild, um sehen zu können, wie das Motiv aus dem selben Blickwinkel heute aussieht.

Bismarck-Denkmal

Am Johannes-Ring (heute: Dr.-Külz-Ring)

Einweihung:   30.8.1903
Geschleift:     1946
Bildhauer:       Robert Diez (20.4.1844 - 7.10.1922)




Robert Diez gewann 1898 den ersten Preis bei einem durch die Stadt Dresden ausgelobten Wettbewerb zur Schaffung eines Bismarck-Denkmals und erhielt den Auftrag zur Ausführung. Dafür stand ihm ein Budget von 90.000 Mark zur Verfügung.

Die 3,50 m hohe Bronze-Statue wurde durch die Kunst- und Glockengießerei C. Albert Bierling aus Dresden gefertigt und stand auf einem Granitsockel, der von allen Seiten über vier Stufen betreten werden konnte.

Der dargestellte Otto Eduard Leopold von Bismarck (1.4.1815 - 30.7.1898)  hält in seiner rechten Hand einen Kürassierhelm und in der linken einen Reitersäbel. Hinter seinem rechten Bein steht ein Wappenschild mit dem Reichsadler.

Auf zwei Stelen aus dem selben roten Granit wie im Sockel stand jeweils eine allegorische Greifenfigur aus Bronze, bestehend aus der Gruppe Kampf (rechts) und der Gruppe Sieg und Frieden (mit Putte, links).

Die Sowjetische Militäradministration setzte das im zweiten Weltkrieg gering beschädigte Denkmal nach Besetzung der Stadt 1945 auf die Liste des zu schützenden Kulturgutes. In der Nacht vom 13. zum 14. Mai 1946 ist die Bronzestatue von FDJ-Aktivisten im Auftrag der Stadtverwaltung und ohne Rücksprache mit dem Institut für Denkmalpflege gestürzt und abtransportiert und 1947 eingeschmolzen worden.


Quelle: Wikipedia

Ansichtskarte: Verlag Rudolf Brauneis, Dresden, gel. 1909