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Ansichtskarte: Verlag Römmler & Jonas Dresden, gel. 1926
Ansichtskarte: unbekannt, gel. 1916
Detailplan von Dresden 1911, 1:5000, ©SLUB/Deutsche Fotothek

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Bärenschänke

In der Webergasse


Baujahr:                  1900

Architekten:            Oswin Hempel (13.2.1876 - 19.8.1965) und

                                     Oswald Kurt Dämmig (13.12.1884 - 14.6.1944)

Zerstört:                  13.2.1945

Ruine gesprengt:   1951


Schon um 1884 betrieb Alfred Russig das Altdeutsche Bierhaus in der Webergasse 27 b, wo er auch erstmals Bärenfleisch anbot. 1887 erhielt das Gasthaus den Namen Bärenschänke. Es wurde im Laufe der folgenden Jahre stetig um weitere Säle erweitert und so bis zur Zahnsgasse hin ausgedehnt. Besitzer waren unter anderem um 1900 Oswald Russig, um die Jahre 1913 und 1917 Karl Höhne, zeitweise Gustav Pötzsch, wie vor allem die bis heute zahlreich erhaltenen historischen Speisekarten und Ansichtskarten verraten.

Die Bärenschänke fasste zu ihren Spitzenzeiten 1000 Sitzplätze in zehn Sälen. Die Gestaltung der Innenräume wurde 1924 von Oswin Hempel vorgenommen und war auf die Jagd ausgerichtet, unter anderem fanden sich insgesamt 300 Geweihe an den Wänden. Oswald Dämmig gestaltete die Aussenfasseade mit Figuren und plastischem floralem Schmuck.Die Betreiber unterhielten ein eigenes Landgut und eine Fleischerei, von denen die Lebensmittel geliefert wurden. Im Haus existierte eine für damalige Zeiten hochtechnisierte Küche sowie ein Kühlhaus. In den ersten Jahren hatte es zudem tatsächlich einen Bärenzwinger gegeben, der später Gasträumen wich. In der Bärenschänke wurde das hausgebraute Bärenbräu ausgeschenkt, sowohl Hell als auch Dunkel. Die fortschrittliche Ausstattung erlaubte die Ausgabe von bis zu 5000 warmen Portionen am Tag. Bekannt waren bald nicht nur die großen Schlachtfeste im Haus, sondern auch exotische Spezialitäten wie Elefantenfleisch. Lieferant war in diesem Fall der Zirkus Sarrasani im Jahre 1917. Dazu gab es regelmäßige musikalische Unterhaltung.



Quelle: Stadtwiki.de

Ansichtkarte: Eigenverlag Bärenschänke, gel. 1930